Kinderfreundeherz mit Rand

Wiener Kinderfreunde: Kopftuchverbot im Kindergarten löst kein Integrationsproblem

04. April 2018

„Die Wiener Kinderfreunde führen 156 elementare Bildungseinrichtungen und hatten bisher noch keinen Anlassfall, um über ein Kopftuchverbot nachdenken zu müssen“, stellt Christian Morawek, Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde die quantitative Größenordnung des aktuellen Themas klar.

Morawek: „Prinzipiell würde ein Kopftuchverbot im Kindergarten kein Integrationsproblem lösen, sondern dazu führen, dass strenggläubige Eltern ihre Kinder aus dem Kindergarten nehmen, was zum Nachteil des Kindes im Hinblick auf seine Integration und Entwicklung wäre. “

Anderen Weg gehen

„Falls sich die Frage stellt, sehen unsere Pädagoginnen und Pädagogen es als ihre Aufgabe zu erkennen, ob ein Mädchen etwa aus Nachahmungstrieb (weil es so sein will, wie seine Mutter oder Tante) gerne ein Kopftuch trägt (Rollenspiel, Verkleidungsspiel) oder ein Zwang seitens des Elternhauses dahinter steht. Dementsprechend wäre das Gespräch mit den Eltern zu suchen. Denn das Wohl des Kindes und seine gute Entwicklung stehen immer im Mittelpunkt“, so Morawek.

Für die Kinderfreunde ist es von grundlegender Bedeutung, dass jedes Kind unabhängig seiner Herkunft so anerkannt wird, wie es ist. Sie erkennen und vermitteln die Vielfalt der Kinder und deren Familien sowie ihrer MitarbeiterInnen mit ihren unterschiedlichen Religionen, Kulturen und mehr als 90 verschiedenen Erstsprachen als Bereicherung des Alltags im Kindergarten.

 

 

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Tel. 01/40125-55,

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