Gewalt gegen Kinder

Wien, 30. Jänner 2004 - Wiener Kinderfreunde fordern mehr Information über Hilfestellen für Familien in Krisen

Das Profil berichtet diese Woche über das nach wie vor große Ausmaß an Gewaltakten gegen Kinder und Frauen in österreichischen Familien. Ein Kind wird im Zuge des Scheidungskrieges seiner Eltern vor laufender Kamera von Gerichtsvollziehern seelisch misshandelt, ihm körperliche Gewalt angetan. Die Spitze eines Eisberges – allein in Wien sind jährlich mehr als 4000 Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen, Kinder unverheirateter Eltern nicht eingerechnet. Auch wenn am Papier einvernehmlich geschieden wird – die Kinder leiden immer.

„Was Christian und seinem Bruder angetan wurde, kann niemand mehr rückgängig machen. Aber vielen anderen Müttern, Vätern und Kindern, die vielleicht in ähnlich verzweifelten Situationen stecken, kann geholfen werden“, meint Erni Graßberger, die Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde. Damit aus einem Konflikt, einer Trennung, einer Familienkrise keine Tragödie wird, damit Kinder nicht leiden müssen.

Appell an Medien

Die Wiener Kinderfreunde appellieren daher an alle Medien, in ihrer Berichterstattung auch auf die Hilfe-Einrichtungen hinzuweisen, an die man sich mit Problemen und in Krisen rund um den Beziehungs- und Familienalltag wenden kann. Dort hören gut geschulte, einfühlsame Menschen zu, raten nächste Schritte, helfen, zeigen einen Weg aus der Misere.

Infos über die kostenlosen Beratungsangebote der Wiener Kinderfreunde und eine Adressenliste mit anderen Hilfe-Einrichtungen in Wien erhält man unter 01/401 25-33 oder http://wien.kinderfreunde.at.

Druckansicht
 


Österreichische Kinderfreunde - Landesorganisation Wien
Albertgasse 23 · 1080 Wien
01/401 25 - 11 ·

© 2015 Kinderfreunde. All rights reserved.