Softguns: Scheinheilige Ausreden

Wien, 24.September 2004- Kinderfreunde unterstützen Forderungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft

Die Wiener Kinderfreunde unterstützen die aktuelle Forderung der Kinder- und Jugendanwaltschaft nach strengster Einhaltung des Jugendschutzgesetzes im Hinblick auf Softguns. “Es ist mir ein Rätsel, wie etliche Geschäftsinhaber Gesetze so offiziell ignorieren können”, ist Christian Morawek, der Geschäftsführer der Wiener Kinderfreunde, empört.

Die Kinderfreunde hatten 1996 und 1997 die gleichen Erfahrungen mit Soft-Gun-Testkäufen durch Jugendliche gemacht: Kein Händler hat einen Ausweis verlangt. Die damalige Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer hat dann mit einer Gesetzesänderung verfügt, dass Softguns nicht mehr in Spielzeuggeschäften verkauft werden dürfen und in Waffenhandlungen nur mehr an junge Menschen über 18 Jahre.

“Nicht nur das Zunehmen von tödlichen Gewaltakten bei ganz jungen Menschen, sondern auch die immer wieder berichteten Verletzungen durch Softguns selbst, müssten doch jedem Menschen klar machen, dass es sich hier um kein Spielzeug für Kinder und Jugendliche handelt”, stellt Morawek klar.

Die Kinderfreunde, die sich seit den 70er Jahren gegen Kriegsspielzeug und Spielzeugwaffen einsetzen, appellieren daher an die Selbstkontrolle des Einzelhandels, an Kontrollinstanzen, Medien und Eltern, alles zu tun, damit Jugendliche unter 18 Jahren nicht mit Softguns “spielen”. Morawek: “Die fatalen Folgen jeglicher Verniedlichung von Waffen finden wir leider regelmäßig in den Medienberichten über brutale Gewaltakte und dadurch zerstörte Familien und Existenzen junger Menschen.”

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