MitbeSTIMMEN FÜR KINDER – KINDER beSTIMMEN mit!

Kinderfreunde fordern mehr Beteiligung von Kindern und feiern in allen Wiener Bezirken den “Welttag des Kindes“

Wien, September 2006 - Unter dem Motto „MitbeSTIMMEN FÜR KINDER – KINDER beSTIMMEN mit!“ feiern die Wiener Kinderfreunde am Sonntag, dem 10. September 2006 den Welttag des Kindes mit Familienfesten in allen Wiener Bezirken. „Mitbestimmung heißt für uns, dass Kinder in alle sie betreffende Entscheidungen konkret eingebunden werden. Wohnbauten, Spielplätze, Schulbauten, Kindergärten, Schulwegsicherung, öffentliche Freizeitbereiche, Bildungspolitik, Jugendschutz usw. Teilweise ist das der Fall, aber noch viel zu selten“, meint Erni Graßberger, die Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde.

Die Kinderfreunde werden dabei vom Hauptsponsor der Welttag des Kindes-Familienfeste, der Wiener Städtischen unterstützt.

"Die Lebenswelt der Kinder wird weitgehend von Erwachsenen gestaltet. Der Welttag des Kindes soll mithelfen, die Mitsprachemöglichkeiten der Kinder in unserer Gesellschaft zu stärken. Als familienfreundliches und zukunftsorientiertes Unternehmen unterstützen wir die Wiener Kinderfreunde sehr gerne", erläutert Wiener Städtische-Generaldirektor Dr. Günter Geyer. "Denn seit über 30 Jahren betreuen die Wiener Kinderfreunde in diesem Sinne die Kinder liebevoll in unserem Betriebskindergarten und ermöglichen so vielen Mitarbeitern Beruf und Familie zu verbinden."

Stärkere Beteiligung von Kindern an allen sie betreffenden Entscheidungen

„Die Beteiligung von Kindern ist bei den Kinderfreunden ein grundlegendes Arbeitsprinzip und eine der wichtigsten pädagogischen Säulen und Standbeine in allen unseren Service-Angeboten und Einrichtungen“, so Graßberger. 2006 wollen die Wiener Kinderfreunde die Öffentlichkeit verstärkt für dieses Thema sensibilisieren.

So führt die moderne, fast 100 Jahre junge Familienorganisation in ganz Wien Kinder_reden_mit-Spieleaktionen durch, hat eine entsprechende interaktive Homepage (www.kinderredenmit.at) gestaltet und ermöglicht mit konkreten Projekten Wiener Kindern die Mitgestaltung bei sie betreffende Belangen:

  • Etwa mit offenen Kinderforen in drei Parks im 10. Bezirk. Bei bisher insgesamt 9 Zusammenkünften in diesem Sommer konnten alle Kids bis 12 Jahre, die gerade Lust und Zeit hatten, ihre Ideen, Wünsche, Meinungen und auch negative Kritikpunkte bezüglich ihres Bezirkes zur Sprache bringen. Die Ideen werden bei einem nächsten Kinderforum einem/r für den betreffenden Bereich (Park, Schulweg, Wohnhaus etc.) Verantwortlichen präsentiert und deren Umsetzung besprochen.
  • Die freizeitpädagogischen Einrichtungen der Kinderfreunde und ihre Angebote im Rahmen der Parkbetreuung werden von den Kindern mitgestaltet. Im 2. und im 16. Bezirk wurden etwa Mädchen-Treffs zusammen mit den Mädchen vor Ort eingerichtet. Die Mädchen wünschten sich diesen geschützten Freiraum und Rückzugsort, wo sie reden, kreativ sein oder tanzen können und gleichzeitig eine niederschwellige Anlaufstelle bei Fragen, Ängsten und Sorgen finden.
  • Im Rahmen des Projekts „Kiste neu“ entscheiden in allen von den Kinderfreunden betreuten Parks die Kinder vor Ort, was in der Spielkiste enthalten sein soll, mit der die BetreuerInnen am nächsten Betreuungstag den Park kommen sollen. Die Evaluierung des Projekts wird neue Standards setzen.
  • Am Robinson Spielplatz der Kinderfreunde wurde zusammen mit Kindern und ihren Eltern ein großes Biotop geplant und errichtet,
  • bei der Planung einer großen Wohnanlage wird eine Beteiligungsgruppe von Kindern involviert,
  • und der Garten für einen Kinderfreunde-Kindergarten von den Kindern vor Ort neu geplant.

Eine Frage des Wollens von Erwachsenen

„Tatsächlich ist die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen eine Frage des Wollens der Erwachsenen. Einfühlungsvermögen, Ernstnehmen der Wünsche, Bedürfnisse und Ideen von Kindern und das Wissen, wie diese Wünsche umgesetzt werden können, sind dazu nötig“, ist Graßberger überzeugt und verweist auf Initiativen wie Kinder- und Jugendparlamente auf Bezirksebene wie sie etwa in Penzing oder Ottakring (dort sogar mit eigenem Verfügerbudget) erfolgreich umgesetzt werden.

Kritisch hinterfragen und Verantwortung einfordern

Die Kinderfreunde und die Roten Falken sehen es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, junge Menschen zur Mitbestimmung hinzuführen. „Sie sollen Entscheidungen konstruktiv hinterfragen und Verantwortung von den Personen einfordern, die für diese Entscheidungen zuständig sind!“ ist Graßberger überzeugt.

Zum Welttag des Kindes 2006 wollen die Wiener Kinderfreunde auch daran erinnern, dass Kindern laut der von Österreich unterzeichneten UN-Kinderrechtskonvention das Recht einzuräumen ist, ihre Meinung in allen sie betreffenden Angelegenheiten frei zu äußern, und dass diese Meinung in allen Entscheidungen angemessen zu berücksichtigen ist.

Das größte Familienfest Wiens...

...findet am 10. September 2006 an 23 Festplätzen in allen Bezirken statt. Das Programm ist von Bezirk zu Bezirk verschieden, verspricht aber auf jeden Fall einen bunten, fröhlichen Nachmittag für die ganze Familie und an vielen Festplätzen gibt es auch Kinder_reden_mit-Aktionen, wie z.B. eine Planungswerkstatt für Kinder und Jugendliche in Liesing oder ein ganzes Kinder_reden_mit Fest in der Josefstadt. Unterstützt werden die Veranstaltungen auch von BA-CA, Almdudler und Ravensburger.

Rückfragen zu diesem Text richten Sie bitte an:
Michaela Müller-Wenzel, Tel.: 01/401 25-55, E-Mail:

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