Mädchen und Bub Hand in Hand mit Herz im Hintergrung

100 JAHRE KINDERFREUNDE

1908 - 2008: Eine Jahrhundertidee im Interesse der Kinder. Die Kinderfreunde feiern ihren 100. Geburtstag mit vielen verschiedenen Veranstaltungen!

Foto:WKF

Die Organisation, die heute rund 13.000 MitarbeiterInnen in ganz Österreich zählt (2/3 davon ehrenamtlich) wurde vom Tischler und späteren Zeitungsredakteur Anton Afritsch und einer Handvoll engagierter Frauen und Männer am 26. Februar 1908 in Graz als Arbeiterverein Kinderfreunde gegründet. Das Ziel dieser Gruppe war es, den unter absolut nicht kindgerechten Bedingungen lebenden Arbeiterkindern bessere Zukunftschancen zu geben.

Die Idee fand sofort begeisterte Anhänger, die sich für die Kinderfreunde einsetzten: 1930 gab es in ganz Österreich 457 Kinderheime der Kinderfreunde, 100.000 Mitglieder und 122.000 Kinder in den Ortsgruppen.

Ab 1934 verboten, enteignet und verfolgt, entwickelten sich die Kinderfreunde nach ihrer Wiedergründung 1945 zu einer zeitgemäßen gemeinnützigen Organisation, die sich dafür einsetzt, dass Kinder in ihrem Kindsein unterstützt werden, und ihre eigenen Bedürfnisse bei ihrer Erziehung im Mittelpunkt stehen.

Verbesserung der Lebensumstände für Kinder

Seit 1908 wurden von den Kinderfreunden viele Ideen geboren und Entwicklungen in die Wege geleitet, die eine Verbesserung der Lebensumstände für Kinder und Familien gebracht haben:

Von der Begründung der kindorientierten ErzieherInnenausbildung durch die AvantgardistInnen der „Schönbrunner Schule“ in den 1920er Jahren bis zur wissenschaftlich fundierten Qualitätssicherung in den Kindergärten der Wiener Kinderfreunde Ende der 1990er Jahre, die zu einheitlichen pädagogischen Standards in allen Einrichtungen führte.

Von der Etablierung von Parkbetreuung als wichtige niederschwellige, städteorientierte Form der Jugendarbeit – bis hin zur Gründung des ersten Betriebskindergartens in Österreich vor mehr als 30 Jahren für die Wiener Städtische Versicherung, um nur ganz wenige Kinderfreunde-Initiativen zu erwähnen.

Lobby und Service-Organisation

Heute sind die Kinderfreunde eine wichtige Lobby und große Serviceorganisation, deren Idee, Kindern zu helfen und für Familien ein starker Partner zu sein, ungebrochen Aktualität hat.
Themen wie Bildungschancen, Kinderrechte, qualitätvolle Kinderbetreuung oder gewaltfreie Erziehung sind gegenwärtiger denn je.

Erni Graßberger, Vorsitzende der Wiener Kinderfreunde:
„Unsere Vision von einer Gesellschaft, in der jedes einzelne Kind gleich welcher Herkunft, Ethnie und welchen Geschlechts, in seinen Bedürfnissen nach Liebe, Zuwendung, Zeit und Raum wirklich ernst genommen wird, ist nach wie vor eine Jahrhundertidee.“

Unzählige Geburtstagsfeiern und Jubiläumsveranstaltungen

Österreichweit wird es ab dem 26. Februar 2008 viele verschiedene Geburtstagsfeste und Jubiläums-Veranstaltungen der Kinderfreunde geben. In Wien wird der Schwerpunkt von den Wochen der Kinderfreunde im Herbst gebildet. In dieser Zeit finden kleinere und größere Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen statt wie beispielsweise das große zweitägige Kinderfest am Wiener Rathausplatz, Tage der offenen Tür in rund 150 Kinderfreunde Einrichtungen in Wien oder ein wissenschaftliches Symposium zur "Schönbrunner Schule" im neuen Veranstaltungszentrum von Schloss Schönbrunn.

Die Geschichte der Kinderfreunde

Rückfragen zu diesem Text richten Sie bitte an:
Michaela Müller-Wenzel, Wiener Kinderfreunde, Tel. 01/401 25-55
E-Mail: presseservice@wien.kinderfreunde.at

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